ANREGUNGEN ZUM NACHDENKEN

Ein paar Worte zur Achtsamkeit ......

Globalisierung, Informationsflut, Hektik, schnelle Veränderungen und schier das Verlangen von Unternehmen Jahr für Jahr noch mehr Profit, im Sinne von Gewinn, machen zu wollen sind heutzutage jene "Werte" die unsere Welt charakterisieren. Um mit der Beschleunigung und den hohen Anforderung Schritt halten zu können verlieren wir Menschen allzu leicht den "Kontakt" zu uns selbst. Eine Möglichkeit dem entgegen zu wirken ist sich mit dem Thema der "Achtsamkeit" auseinanderzusetzen.

Achtsamkeit, dessen Basis die Aufmerksamkeit ist, kann demzufolge als gesteigerter Ausdruck letzteren angesehen werden, die wir auch im Alltag benötigen. Achtsam zu sein beschreibt jenen Zustand den wir Menschen erlangen, wenn wir vollkommen bei dem sind, das wir gerade tun und was wir empfinden. Soll heißen, absolut mit uns selbst in Kontakt zu sein!

Allerdings wirkt unser beschleunigter Lebensstil dem entgegen. "Multitasking" und sich dabei gedanklich permanent in der Zukunft zu bewegen ist "State of the Art" und so nimmt man den Verlust sich auf das "Hier und Jetzt" einzulassen, sich dem zu öffnen, in Kauf. Die oftmalige Folge daraus sind, dass wir uns Menschen gestresst fühlen, uns hektisch verhalten und unzufrieden mit uns selbst sind. Langfristig kann dieses Erleben uns krank machen!

Abhilfe dagegen schaffen regelmäßige Übungen der Achtsamkeit, wodurch die Gesundheit positiv gefördert wird. Das wurde auch wissenschaftlich anhand von Studien bewiesen - Komplementärmedizin und Psychotherapie erkannten den gesundheitsförderlichen Aspekt der Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist erlernbar! Stress kann dadurch effektiv reduziert werden und man ist am besten Wege eine Balance zwischen Körper - Geist und Seele zu erlangen! Ein absolut wertvoller, förderlicher Beitrag für die eigene Gesundheit!

In diesem Sinne biete ich demnächst einige Termine für Kleingruppen zum Kennenlernen und Ausprobieren der Achtsamkeit an! Folgen Sie diesem Link "ANKÜNDIGUNGEN" um am Laufenden zu bleiben!


Historie | Meditation | Medizin | Psychotherapie ......

Einen wesentlichen Beitrag und ein oft genannter Name der mit Achtsamkeit in Verbindung gebracht wird ist Dr. Jon Kabat-Zinn, der in den 70iger Jahren als Molekularbiologe an der University of Massachusetts arbeitete. Seine gesammelten Erfahrungen über Achtsamkeitsmeditation, dem Hatha-Yoga und der damals jungen Disziplin der Verhaltensmedizin, die den Menschen als Ganzes betrachtet indem Körper, Geist und Umwelt in ständiger Wechselwirkung zu einander stehen und eine untrennbare Einheit bilden, verknüpfte er "ideal". Soll heißen, ein körperliches Symptom wird als Form eines Ungleichgewichts im psychischen und sozialen Lebensbereich des Menschen verstanden. Wir Menschen sind geprägt von unseren persönlichen Einstellungen, unseren erlernten Denk- und Verhaltensmuster, die demnach einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte Dr. Jon Kabat-Zinn ein Konzept, das er "Mindfulness Based Stress Reduction" nannte.

Achtsamkeit - insbesondere MBSR - etablierte sich weltweit an Kliniken und selbst in der Psychotherapie erkannte man dessen positive Wirksamkeit, sodass viele TherapeutInnen diese in ihre Behandlung integrieren.

......


Gesund zu sein heißt ......

Die WHO definiert Gesundheit nicht nur anhand dessen, dass Menschen symptomfrei sind, sondern meint auch, ein körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden. Wirklich gesund zu sein, ist ein hohes Ziel, dass die Komplexität des Menschen, unseres Daseins, einbezieht. In diesem Sinne scheint es wichtig Gesundheit nicht als Zustand sondern als Prozess anzusehen, den wir ständig beeinflussen, obgleich bewusst oder unbewusst. Soll heißen, unsere Gewohnheiten, wie wir mit uns umgehen - Körper - Geist - Seele - wie wir unsere sozialen Beziehungen pflegen, wie wir über uns und andere denken, wie wir bewerten, was uns im Leben widerfährt, sind das Maß aller Dinge. Diese Gewohnheiten können bewusst gemacht werden und behutsam zur Erlangung der individuellen, positiven Gesundheitsförderung eingesetzt werden.

......


Stress | Achtsamkeit | heute | früher ......

Betrachtet man die Evolution des Menschen, so ist auffällig, dass bei Reizen die wir als Bedrohung wahrnehmen, ein Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsverhalten entsteht. In Bruchteilen von Sekunden aktiviert unser Körper ein Notfallprogramm. In dieser Situation werden alle nicht überlebenswichtigen Körperfunktionen abgeschaltet, unterdrückt. Dem entgegen werden (Energie-) Ressourcen für einen Kampf, eine Flucht aktiviert. Die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen, die Atmung wird flach und schnell, die Muskel werden angespannt, Stresshormone werden ausgeschüttet, die Wahrnehmung verengt sich auf einen Tunnelblick, Wachsamkeit und Reizbarkeit nehmen zu. Aber diese Reaktionen beziehen sich nicht ausschließlich auf den Körper, sondern auch auf unser Verhalten, Denken und Fühlen. Früher - der Körper lief auf Höchstleistung, neutralisierte die Stressreaktion, die Körperfunktionen normalisierten sich nach kurzer Zeit.  Eine geniale, notwendige Überlebensstrategie!

Heutzutage - es gibt in diesem Sinne kaum lebensbedrohliche Situationen, die wir durch Kampf oder Flucht lösen müssen. Allerdings entstanden neue Anforderungen im sozialen, privaten und beruflichen Bereich mit denen wir konfrontiert werden. Der Ablauf, wie unser Organismus auf diese Reize reagiert, folgt dem altbekannten Muster der Stressreaktion. Der entscheidende Unterschied zu früher ist, dass die vorherrschende Anspannung selten durch körperliche Aktionen abgebaut wird und der Stresspegel erhöht bleibt. Die Folge daraus ist, dass sich die Stressreaktion im Körper und in der Psyche manifestiert und ein kritischer, chronischer Zustand erreicht wird. Stoffwechselstörungen, Organschädigungen, reduzierte Leistungsfähigkeit des Gehirns, die sich als Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, Schwächung des Immunsystems, Bluthochdruck bemerkbar machen, können - hier auszugsweise genannt - die Folge sein. 

Dem situativ entgegen zu wirken, ist es ratsam, die Aufmerksamkeit nach "innen" zu lenken, sich auf die Atmung zu konzentrieren. Dadurch signalisieren Sie dem Körper Sicherheit und die Entspannungsreaktion wird ausgelöst. Die Atmung wird ruhiger, tiefer, die Herzfrequenz und der Blutdruck sinkt, die Muskulatur entspannt sich und Sie erlangen äußere und innere Ruhe. Der Organismus wird in einen Regenerationsmodus versetzt!

......


Auslöser | Umgang ......

Was bereitet uns Schwierigkeiten? Nicht die Gegebenheiten sind ausschlaggebend für unsere Schwierigkeiten, sondern unsere Bewertung der Gegebenheiten. Wir Menschen neigen dazu, dass wir Situationen individuell, auf bestimmte Art und Weise, anhand unserer Prägung, bewerten. Jede/r erlebt so die Stressreaktionen individuell und verschieden. Mit Achtsamkeit sind Sie in der Lage Ihre ungewollten Denk- und Verhaltensmuster genauer zu betrachten. Sie können neue Gewohnheiten erlernen, die Ihnen situativ helfen, mit Herausforderungen die das Leben mit sich bringen, adäquat und besser umzugehen. In diesem Sinne ist eine offene Art und Weise, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein und an die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen schwierige Situationen bewältigen zu können förderlich gegen Stress. Ihre Ressourcen, Stärken werden durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen wachsen, sodass Sie in Belastungssituationen selbst achtsam sein können. 

......