ANREGUNGEN ZUM NACHDENKEN

Sucht in jedem Alter ......

Jugendliche sind bereits einem Spannungsfeld in unserer Gesellschaft ausgesetzt. Im Teenageralter verändert sich plötzlich alles. Die Eltern erscheinen in dieser Zeit - der Pubertät - aus dem Blickwinkel der Jugendlichen als "schwierig". Der Entwicklungsprozess - sich vom Kind zum Erwachsenen entwicklen zu müssen - den die Jugendlichen durchmachen stellt unzählige Herausforderungen, wie zum Beispiel Identitätsfindung, Positionierung in der Gesellschaft, Liebesbeziehung(en), Loslösung (Abgrenzung) von (zu) den Eltern, etc.  für sie dar, die gemeistert werden müssen. Zudem müssen Jugendliche lernen, ihren Körper, der sich verändert, anzunehmen. Man kann daraus erahnen, dass all dies große Auswirkungen auf die Jugendlichen hat. Gerade in dieser Zeit kann es vorkommen, dass die Teenager einer großen Versuchung unterliegen, extremes Verhalten und/oder Suchtmittel auszuprobieren.

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Allgemein kann man sagen, dass Sucht ein heikles, komplexes und weit verbreitetes Leid unserer Gesellschaft ist, dass nicht nur Jugendliche betrifft. Soll heißen, Frauen wie Männer, junge wie alte Menschen sind davon betroffen.

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Fragen über Fragen ......

Zum Thema "Abhängigkeit" gibt es unendlich viele Fragen. Vor allem betrifft es Eltern, die oft Angst haben, dass ihre Kinder mit Suchtmitteln in Kontakt kommen oder schlimmsten Falls abhängig werden. Zudem spielt das Schamgefühl der Eltern, wenn derartiges in ihrer Familie vorkommt, eine bedeutende Rolle und sie sind mit der Situation überfordert. Sie wissen sich gegebenenfalls nicht zu helfen, obwohl es ausreichend Hilfe für die Eltern gibt. Durch entsprechende Informationen rund um diese Thematik kann die eigene Unsicherheit reduziert werden, aber auch ein "Schutzraum" für die Kinder vor einer Abhängigkeit gebildet werden. Soll heißen, dass die Kinder einerseits besser informiert andererseits aufkommende Situationen besser erkannt werden können, um rasch darauf reagieren zu können. In diesem Sinne sind Beratungsgespräche mit ExpertInnen unumgänglich! Zum Wohle aller Betroffenen!

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Sucht was nun ......

Die Ursachen aber auch die Verläufe einer Suchterkrankung können vielfältig sein. Körperliche, psychische und verhaltensbezogene Abhängigkeiten können die Folge sein. Nun, wie entsteht Sucht? Ich meine, dass drei Kriterien, nämlich die Person selbst, das soziale Umfeld und die Substanzen, jedenfalls ausschlaggebend für die Entstehung von Sucht sind. Zudem ist Sucht Kontextabhängig, wenn man die Frage der Motive beantworten mag. Soll heißen, das man lieber Substanzen konsumiert die einem "berauschen" als sich mit Herausforderungen konfrontiert, die einem extrem unangenehm sind und/oder Probleme mit sich bringen. Auch ist man von einem Tag auf den anderen nicht gleich suchtabhängig sondern der Verlauf erfolgt meist über mehrere Stufen. Beginnend vom ersten Konsum über Missbrauch in die Gewöhnung bis schlussendlich hin zur Abhängigkeit. Was sollten (unmittelbar) Betroffene tun? Allenfalls ist eine Hilfe von ExpertInnen ratsam unabhängig davon in welcher der zuvor genannten Phasen (Stufen) man sich befindet! Im besten Fall kann eine Suchtentwicklung verhindert, in jedem Fall aber gelindert werden.

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